Heidel verkündet Rücktritt (Rund um Fußball)

MPO, Fürth, Dienstag, 26.02.2019, 09:12 (vor 23 Tagen) @ benhur

Ich muss sagen ehrlich sagen, dass ich seine Arbeit auf Schalke nicht gutheißen kann...

Naja, wenn der Erfolg ausbleibt, ist das leicht zu behaupten.

...und ich kann da wenig Plan erkennen. Ich sehe da die folgenden Maschen hinter seiner Einkaufspolitik: Nürnberg alles aus der zweiten Liga wegkaufen (Burgstaller, Teuchert), mittelmäßige Spieler aus dem Ausland verpflichten (Bentaleb, Harit, Mendyl), und dann natürlich die Masche, vermeintlich kommende Superstars aus der Bundesliga mit $$$ anzulocken (Uth, Serdar, Sane).

Für das, das man da wenig Plan erkennen kann, ist das ziemlich viel Plan. Das Problem ist nur, dass das im Gesamten nicht funktioniert, aber rein objektiv betrachtet, ist das eigentlich eine ganz gute Idee. Harit, Mendyl und Bentaleb sind recht gute Spieler nach objektiven Maßstäben (GI etc.). Uth und Sane haben beide gute Saison gespielt, Serdar... für mich durchaus ein Fehlgriff. Zu teuer, für das, was er bislang geleistet hat. Schlechtreden will ich ihn nicht, aber über den Verkauf für die Summe war ich wirklich nicht unglück. Zu früh, zu viel - Serdar hätte Spielpraxis unter einem Schleifer gebraucht, um sein eindimensionales Spiel weiterzentwickeln.

Das letztere hat eigentlich noch nie bei Schalke funktioniert (und man hat mit di Santo gerade erst so einen Fehlschlag abgegeben).

Ja. Fairerweise: Fertige Spieler einkaufen hat eigentlich selten geklappt mit Heidel. Eigentlich funktionierten meist die Jungen gut und die Spieler, die eher so die letzten 1-2 Saisons nur noch vor sich haben. Spieler im "besten Fußballeralter" waren meistens gefühlt eher mittelmässig geblieben.

Dazu noch das Rudy-Debakel, und ab gehts nach unten.

Das ist eigentlich so ein Punkt, an dem man festmachen könnte, dass da irgendwas kaputt ist im Kader oder beim Trainer. Rudy kam als einziger Gewinner aus der WM (mit ihm spielte man am besten) und eigentlich ist das auch ein guter Spieler. Aber es funktioniert nicht. Gut, normalerweise ist der auch eher der Ankersechser für ein offensiveres Team. Jetzt ist er halt nicht nur Prellbock, sondern Leitfigur und Spielmacher - was er halt nicht ist.

Also nur kurz nochmal: Plan war aus meiner Sicht vorhanden und sinnvoll. Was die reine Managerarbeit gibt, war das konzeptuell gut, aber irgendwelche anderen Dinge harmonierten nicht. Persönlich tippe ich auf einen vergaloppierten Tedesco, der einfach gerade Verlustängste hat und deswegen so seltsam arbeitet und aufstellt. Das kann eine Phase sein, aber auch in die Hose gehen.


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