Sportjournalismus und Vereins-PR (Rund um Fußball)

Alsodoch @, Berlin / Mainz - Kastel, Freitag, 03.05.2019, 20:03 (vor 16 Tagen) @ MPO

Klubvertreter stellen Gegenfragen wie diese: Wenn Reporterberichte kaum Einblicke ins Innere eines Vereins vermitteln, welchen Wert haben diese dann? Buschmann gibt zu bedenken: Klubmedien können ein Korrektiv sein, »um unsachlicher, falscher Berichterstattung etwas entgegenstellen zu können«. Haltermann spricht auch an: Solange arrivierte Medien Redaktionen zusammenlegen, Journalisten wegrationalisieren und immer öfter Recherchestandards vermissen lassen, »stellt sich die Frage, in welche Richtung der Journalismus steuert«.


Das ist ein gewichtiger Punkt. Journalisten stehen unter dem Druck, "lesenswerte" Artikel schreiben zu müssen. Das heißt nicht, dass die neutral und faktenbasiert sein müssen, sondern sie müssen aufregend und/oder emotional sein. Und deswegen greifen fast alle Journalisten - speziell in der Fußballberichterstattung - dann gerne in die Dramen und Skandale-Kiste. Und wenn sie dort nichts finden, dann kann man problemlos was erfinden. Irgendeiner sitzt immer auf der Bank oder hat beim Tor eines anderen Spielers nicht mitgemurmelt.

Und für die meisten Journalisten scheint es zu schwer, wirklich was vom Fußball zu verstehen. Hört man in die Presserunden vor und nach einem Spiel rein, dann ist das Niveau so dünn, dass man es unter einer Ameise durchschieben kann.

Ist ja nicht so, dass das nur auf Sport oder Fußball zutrifft.
Wie schreibt Kachelmann so treffend: Klickschlampesk oder Vollpfostenjournalismus, wenn's um Wetter oder Klima geht.

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SC Rapide Wedding 1893 e. V.
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