Unser Fazit zur Infoveranstaltung „Fankurve 2.0“ Teil 2 (Rund um Fußball)

Meenzer Metzger '99, Montag, 28.01.2019, 21:39 (vor 172 Tagen) @ Meenzer Metzger '99

Weiterhin stellt sich die Frage was passiert, wenn es – wie auf der Gegengerade – mehr Nachfrage als Plätze gibt? Für den Q- oder den R-Block ist das gar kein unrealistisches Szenario. Nach welchen Kriterien soll dann die Kartenvergabe erfolgen? Michael Kammerer brachte hier ernsthaft die Möglichkeit eines Losverfahrens ins Spiel. Wie ein solches Losverfahren aussehen soll, dazu hat sich der Verein wohl noch keine Gedanken gemacht. Es kann also nach dem Umbau durchaus passieren, dass Freunde und Gruppen sich nach an unterschiedlichen Stellen im Block wiederfinden ohne die Möglichkeit zu haben, gemeinsam Fußball zu schauen. An der Aussage Kammerers zeigt sich deutlich, dass das gesamte Verfahren reichlich unausgegoren und/oder schlecht konzipiert ist. Auch Fragen nach „Safe-Standing“ (dem Anbringen von Wellenbrechern alle zwei Reihen) als Alternativen hat der Verein offensichtlich nicht auf dem Schirm gehabt und wirkte auch hier nicht gerade professionell vorbereitet.

Wirkliche Alternativen für feste und für den Zuschauer sehr teure Vario-Sitze hat der Verein leider nicht vorgelegt. Beispiele könnten sein, die Preise nicht zu erhöhen und – falls es baurechtliche Vorgaben gibt – die Vario-Sitze nicht fest zu vergeben. Auswärts erlebt man es ja immer wieder, dass es Stehplatzkarten für Sitzplätze gibt. Und dort funktioniert die Selbstorganisation ja auch regelmäßig, warum also nicht zu Hause? So könnte man die vorgeschriebene Kapazitätsverringerung erreichen und dennoch verhindern, dass derzeit unten stehende Gruppen benachteiligt werden.

Dies bestätigt auch die am Ende der Infoveranstaltung stattgefundene kurze Umfrage nach dem Meinungsbild der Anwesenden. Hier gab es eine klare Mehrheit für einen Umzug des Stimmungskerns bei gleichzeitiger Ablehnung der Vario-Sitze!

In der Summe muss man sagen, dass das Konzept so wie es vorgelegt wurde, für uns nicht zustimmungsfähig ist. Der Verein muss hier vielmehr seine Hausaufgaben machen, nacharbeiten und ein Konzept vorlegen, das eine Verbesserung der Stimmung ermöglicht, ohne Fans und Gruppen im unteren Bereich finanziell oder anderweitig zu benachteiligen sowie ein flexibles Wachsen zu ermöglichen. Mit einem guten Konzept können so alle Interessen gewahrt und Mainz 05 gemeinsam vorangebracht werden.

Meenzer Metzger


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